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erstellt von: krawatten, am 07.09.2011 17:18 , Clicks: 5770

Wofür sich Geld Ausgeben lohnt

Das Leben kann so einfach sein. Modisch jedenfalls. Man lässt einfach all seine Anzüge in der Londoner Savile Row schneidern (Huntsman oder Chester Barrie sind oft eine gute Wahl), und das natürlich nur aus hochwertigsten Stoffen. An den Füßen glänzen wasserpolierte rahmengenähte Budapester von Church's. Dazu noch schnell in der Jermyn Street ein paar Maßhemden geordert, Kenner lassen sich gar aus dem gleichen Stoff noch schnell ein paar Boxershorts schneidern. Natürlich wählt man für die Manschettenknöpfe ein unaufdringliches Design in reinem Gold. Dass die sorgsam zurechtgezupfte Krawatte und das messerscharf gefaltete Einstecktuch aus feinster Seide sind, versteht sich von selbst.

 

Nun, leider dürften das für die meisten von uns eher utopische Vorstellungen sein. Denn auch wenn mancher den Ehrgeiz hat, als Musterbeispiel unaufdringlicher Eleganz zu erscheinen, ist doch zumeist das unbegrenzte Budget nicht gegeben. Und während nicht alles, was gut aussieht, auch teuer ist, ist es doch erheblich schwieriger, sich eine elegante Garderobe zusammenzustellen, ohne die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu haben. Aber zum Glück heißt schwierig nicht unmöglich.

 

Was machen Sie, wenn Sie zu wenig Zeit haben oder das Geld am Monatsende nicht mehr so üppig ist? Richtig. Sie setzen Prioritäten. Nichts anderes lohnt sich auch bei Kleidung. Der Trick ist, zu unterscheiden, wo es sich lohnt, etwas mehr zu investieren, und was eigentlich nicht so wichtig ist.

 

Beginnen wir mit dem, was zumindest im klassischen Outfit den größten Teil des Gesamteindrucks ausmacht: dem Anzug. Optimal passen sollte er, aus möglichst gutem Stoff sein auch. Insofern sind die Möglichkeiten, hier zu sparen, leider begrenzt. Ein wenig müssen Sie schon investieren. Aber es ist überraschend, was ein guter Änderungsschneider aus einem nur ansatzweise gut sitzenden Anzug von der Stange herausholen kann. Achten Sie nur darauf, sich für einen möglichst klassischen Schnitt zu entscheiden. Schließlich wollen Sie das gute Stück ja auch in ein paar Jahren noch tragen können.

Und erliegen Sie nicht der Versuchung, einen schlecht sitzenden Anzug eines großen Designerlabels zu erwerben, der stolz auf der Brusttasche oder am Kragen seinen Markennamen präsentiert. Denn solcher Protz ist selbst dann stillos, wenn der Anzug einem maßgeschneiderten Modell im Preis in nichts nachsteht.

 

Gerne wird am Hemd gespart. Und zwar zu viel. Zugegeben, da das Hemd teilweise vom Anzug verdeckt wird, ist hier nicht immer das perfekte maßgeschneiderte Exemplar nötig. Aber die Hemden für drei Euro aus dem Restposten-Angebot sind dennoch nicht zu empfehlen. Nicht nur, dass die oft sündhaft dünnen Polyester-Stoffe ausgesprochen schweißtreibend sein können. Sie sehen zudem billig aus. Baumwolle sollte es schon sein. Eine kleine Synthetik-Beimischung kann die Pflegeeigenschaften verbessern, aber leider auf Kosten des Tragegefühls. Entscheiden Sie, was Ihnen wichtiger ist. Ein solides Hemd aus dem Kaufhaus reicht meist. Oder Maßkonfektion, das ist auch nicht viel teurer.

 

Sparen Sie niemals, ich wiederhole, niemals, an den Schuhen. Denn hier erkennt man den wahren Gentleman. Außerdem sind ein paar gute Schuhe eine Investition fürs Leben. Schon für etwa 400 Euro bekommen Sie qualitativ hochwertiges Schuhwerk. Wenn Sie davon ausgehen, dass die Schuhe etwa zehn Jahre halten und Sie sie hin und wieder neu besohlen lassen (das geht mit guten Schuhen nämlich problemlos), sind Sie in dieser Zeit etwa mit 600 Euro dabei. Billige Discounter-Lederschuhe halten oft nur ein Jahr, wenn überhaupt. Das macht in zehn Jahren auch schon um die 600 Euro. Die Ausgabe lohnt sich also. Zudem tragen sich die guten Stücke meist ganz anders.

 

Und was ist mit den Socken? Vergessen Sie sie. Der stilbewusste Mann trägt ohnehin nur Strümpfe. Und die sollten zwar aus Naturfasern wie Baumwolle sein, müssen aber keineswegs immer gleich ein Vermögen kosten. Denn der Unterschied zwischen einem schwarzen Baumwollstrumpf von Burberry und einem schwarzen Baumwollstrumpf von C & A fällt nur Kennern auf. Und auch das nur, wenn sie Ihre Beine lange genug zu sehen bekommen.

 

Bei der Unterwäsche können Sie ähnlich vorgehen. Im Vordergrund steht der Tragekomfort. Während einige große Marken in der Tat einen hervorragenden Komfort bieten, sind viele günstige Anbieter nicht viel schlechter. Ich würde ja sagen, vermeiden Sie Exemplare mit aufgedrucktem Markennamen. Aber leider sind die heute kaum noch zu finden, egal in welchem Preissegment.

 

Knifflig wird die Lage bei der Krawatte. Sie sollte aus Seide sein, den Unterschied sieht man. Und natürlich gut aussehen. Vermeiden Sie die hässlichen Polyester-Schlipse mit ihren messerscharfen Bügelkanten. Aber Sie wären überrascht, in welcher Preislage man teils schon handvernähte Seidenkrawatten bekommt.


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