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erstellt von: krawatten, am 22.08.2011 14:01 , Clicks: 6706

Welcher Schmuck zu welchem Anzug?

Eine interessante Erkenntnis aus der Ethnologie: Es gibt zwar Volksstämme, die auf Kleidung verzichten, aber kein einziger verzichtet auf Schmuck. Und auch wenn heute auch in der Herrenmode Schmuck schon lange kein Fremdwort mehr ist, endet die große stilistische Freiheit doch meist spätestens dann, wenn eine Krawatte ins Spiel kommt. Denn der förmlich gekleidete Gentleman trägt keinen Schmuck, der nicht zugleich eine praktische Funktion hätte – oder sich zumindest aus einer ableitet.

 

Nur wenige Schmuckstücke bestehen diesen Test und werden deshalb selbst von Vertretern der klassischen Herrenmode nicht abgelehnt. Manschettenknöpfe sind solche Pretiosen, Krawattennadeln und -Klammern ebenfalls. Wer sich traut, ein wenig über den eigenen modischen Horizont hinaus zu blicken, wird vielleicht noch eine Kragennadel hinzuzählen. Wer nun aber glaubt, mit diesen Accessoires auf der richtigen Seite zu sein, kann durchaus immer noch daneben liegen.

 

Denn nicht immer passen diese klassischen Schmuckstücke. Und es müssen zudem die richtigen sein, damit sich ein durchgängiger Stil ergibt. Zudem gibt es kleinere ungeschriebene Gesetze, die manchmal den passenden Schmuck noch ein wenig schwieriger werden lassen.

 

S ist etwa eine Krawattennadel ein wunderbares Schmuckstück. Wohlgemerkt, die Rede ist hier von der originalen Krawattennadel, nicht den Krawattenklammern, die heutzutage unter Geschäftsreisenden so beliebt sind. Die Krawattennadel wird in die Krawatte gestochen, und zwar mit zwei, drei zentimetern Abstand zum Krawattenknoten. Idealerweise ist sie aus Gold und am oberen Ende mit einer Perle verziert. Das ist jedenfalls die klassische Variante. Auch einen matten Edelstein wird Ihnen niemand übelnehmen. Nur keine Brillanten, denn ein Gentleman trägt nichts, was blitzt und funkelt.

Dieser klassische Krawattenschmuck hat aber auch einen Nachteil – oder Vorteil, je nach Sichtweise: er wirkt extrem festlich. Ideal ist dieses Stück daher zum Cutaway. Doch auch zum schwarzen Anzug macht die Nadel eine gute Figur. Bei allem, was unterhalb des schwarzen oder höchstens noch sehr dunkelgrauen Anzugs liegt, wirkt sie hingegen übertrieben – wie ein Einstecktuch in einer Lederjacke. Wenn sie also zum Sportsakko oder gar zu einem der bei der älteren Generation sehr beliebten Wildlederblousons getragen werden soll, muss sie schon ein individuelles Markenzeichen sein.

 

Vielseitiger ist da die Krawattenklammer bzw. Krawattenspange. Problemlos kann sie auch zum leichten Sommeranzug oder zum Business-Outfit getragen werden. Es gibt allerdings eine kleine Feinheit: je festlicher der Anlass, desto schlichter sollte die Spange sein. Zum festlichen schwarzen Anzug kann es schon zu viel sein, wenn sie golden blitzt. Auf lustige Motive sollten Sie allerdings auch zum Sportsakko verzichten. Zum Blouson ohnehin, denn die Spange müsste, um überhaupt sichtbar zu sein, dann sehr hoch unter dem Knoten getragen werden und hätte dann keinerlei praktische Funktion mehr. Achten Sie nur darauf, dass eine Krawattenklammer nie waagerecht sitzt. Denn dann unterbricht sie die Körpersenkrechte und zerschneidet optisch den Oberkörper. Besser ist es, sie leicht anzuschrägen.

 

Manschettenknöpfe folgen einem ähnlichen Muster. Im Prinzip können Sie sie immer tragen, wenn Sie eine Krawatte tragen. Zum Blouson würden sie allerdings die Ärmel aufblähen und wären recht unbequem. Auch hier gilt: je festlicher, desto schlichter. Der extreme Traditionalist trägt zum Frack und Cutaway Perlmutt oder Perle in Silberfassung, zum Smoking Onyx. Aber das sollte man nicht zu genau nehmen. Immerhin waren auch schon in früheren Zeiten andere Materialien sehr beliebt.

Zum Sportsakko darf die Manschette schon mal farbig sein, gerne auch mit einem Halbedelstein oder Emaille verziert. Nur, ähnlich wie schon bei der Krawattennadel: nichts, was blitzt.

Überzeugend zu tragen. Doch: auch wenn sie den Krawattenknoten betont, für festliche Gelegenheiten ist dieses Schmuckstück nichts. Ihren großen Auftritt hat sie zu Blazer oder leichtem Anzug. Die Kombination von blau gestreiftem Hemd mit goldener Kragennadel und weißem Kontrastkragen war eine Zeit lang in der Börsenwelt sehr beliebt.

 

Wenn Sie nun noch die Metallfarben aufeinander abstimmen (auch Ihre Armbanduhr und Ihre Gürtelschnalle gehören hier zum Mix), kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen.Natürlich gibt es ein paar Regeln, die den wahren Eingeweihten vom Anfänger unterscheiden. So sollte man zum Beispiel nach Einbruch der Dunkelheit keinen Goldschmuck mehr tragen. Ab dem schwarzen Anzug sind Manschettenknöpfe geradezu Pflicht, und Manschettenknöpfe zu Jeans sind vielen ein zu starkes Modestatement. Aber wie drückte es schon Stilikone Alan Flusser so schön aus: Ein gut gekleideter Mann kennt die Regeln – und weiß, wo er sie brechen kann.


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