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erstellt von: krawatten, am 14.03.2011 13:04 , Clicks: 40498

Anzugweste - ja oder nein?

Es steht außer Frage, dass der klassische Anzug allen Unkenrufen zum trotz immer noch die Standarduniform in Geschäftsleben ist. Und auch im Privatleben verzeichnet er eine erstaunliche Renaissance. Italienisch schlanke Anzüge ohne Krawatte, dafür mit elegantem Einstecktuch, sind inzwischen ein oft gesehener Anblick nicht nur in trendigen Espresso-Bars und Sushi-Restaurants, sondern haben langsam aber sicher den Freizeitbereich erreicht. Die eher locker geschnittene klassische Variante wird meist mit schlichtem hellen Hemd und neutraler gestreifter Krawatte kombiniert.

 

Man(n) kommt also gar nicht darum herum, sich einen Anzug zuzulegen. Tragen Sie ihn beruflich, so sollten Sie hier ruhig etwas mehr investieren. Schließlich wird das gute Stück einiges aushalten müssen. Wenn Sie sich aber entscheiden, Ihren neuen alltäglichen Begleiter nicht im Kaufhaus, sondern bei Maßschneider oder Maßkonfektion zu erwerben, stehen Sie vor einer Frage, die sich sonst in den Kaufhäusern meist gar nicht mehr stellt: Soll es ein zwei- oder dreiteiliger Anzug sein?

 

Noch vor wenigen Jahrzehnten wäre sich jeder Anzugträger ohne gleichfarbige Weste unvollständig bekleidet vorgekommen. Zudem bot die Weste passende Taschen, um zum Beispiel eine Taschenuhr darin unterzubringen. Die Anzugweste ist, so könnte man meinen, in letzter Zeit etwas aus der Mode gekommen. Nun, da man heutzutage meist keine Hosenträger mehr trägt und das Hemd auch nicht mehr als Unterwäsche gilt, gibt es keinen Grund mehr, den edlen Baumwollzwirn zu verdecken. Außerdem sind die meisten Büros heute so warm, dass man froh ist über jeden Zentimeter Stoff, den man weniger am Leib trägt. Aber edel sieht eine gut sitzende Anzugweste immer noch aus.

 

Wohlgemerkt: eine gut sitzende Anzugweste. Denn von allen Kleidungsstücken der Herrenmode ist die Weste am schwersten zu schneidern. Schließlich soll sie flach sitzen und dabei jede noch so unvorteilhafte Körperform kaschieren. Zudem muss sie in Form und Schnitt perfekt aus das Jackett abgestimmt sein. Zwar eng anliegend, aber nicht eng soll sie sein, und natürlich aufwändig gefüttert. Das erklärt, warum die Weste, die ja also mit erheblichen Zusatzkosten verbunden sein kann, in der ja nicht gerade mit überquellenden Lagern gesegneten Nachkriegszeit etwas außer Gebrauch geriet.

 

Während die Weste zu zweireihigen Anzügen schon lange kaum noch zu sehen ist, erfreut sie sich durchaus wieder gestiegener Beliebtheit zum klassischen einreihigen Modell.Denn sie hat ein paar Vorteile, die sich nicht von der Hand weisen lassen. Zum einen verlegt sie quasi die Reverslinie nach oben und lässt das ganze Ensemble so etwas strenger wirken. Zudem bleibt die Krawatte an ihrem Platz, und das Hemd zerknittert auch nicht mehr so schnell.

 

Eine Weste in der Farbe des Anzugs wirkt sehr förmlich und eine Spur konservativ. Soll es etwas lockerer zugehen, kann eine abweichende Weste sehr spannend sein. Merkwürdigerweise gibt es bei dieser Regel eine Ausnahme: eine graue Weste zum schwarzen Anzug wirkt eigenartigerweise besonders festlich. Wahrscheinlich, weil sie auf den ersten Blick an einen Cut oder Stresemann erinnert. Beliebt zum schwarzen Anzug ist auch eine schwarze Weste mit Nadelstreifen.

 

Derart seriöse Kombinationen erfordern geradezu zwingend ein Einstecktuch. Mit einem schlichten weißen Seidentuch in klassischer Rechteckfaltung machen Sie nicht viel verkehrt. Oder Sie stimmen es optimal auf das Muster Ihrer Krawatte ab. Nur eines sollten Sie bei einem dreiteiligen Anzug vermeiden: die Weste ohne Jackett zu tragen. Denn meist ist die Rückseite nicht besonders ansehnlich gearbeitet.










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