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erstellt von: krawatten, am 03.03.2011 16:22 , Clicks: 10952

Modisch oder klassisch?

Wenn ein Anzug auffällt, ist man schlecht angezogen.“

(Giorgio Armani)

 

Ein wenig Stoff kann einen Mann verändern. Ein gut geschnittener Anzug kann Seriosität vermitteln, Autorität ausstrahlen oder aus einem unauffälligen Mauerblümchen einen Don Juan machen. Anzüge entscheiden über geschäftliche Verhandlungen und den Erfolg von Theaterstücken. Und es ist fast unmöglich, eine Situation zu finden (in der Sauna und beim Sport einmal ausgenommen), in der ein perfekter Anzug keine gute Figur macht. Doch was ist perfekt?

 

Die Frage ist, wie so oft in Modedingen, gar nicht so leicht zu beantworten.Denn was den einen trefflich kleidet, kann dem anderen den Charme einer Vogelscheuche verleihen. Und das ist nicht unbedingt nur eine Frage der Passform. Selbst ein maßgeschneiderter Anzug kann unter Umständen trotz perfektem Sitz eine stilistische Katastrophe sein. Dann nämlich, wenn er nicht zu seinem Träger passt.

 

Der Anzug ist nicht einfach ein Stück Garderobe. Er muss wie eine natürliche Erweiterung Ihrer Persönlichkeit wirken. Und das tut er nur, wenn es der richtige ist. Sind sie ein modischer, dynamischer Typ, kann ein englischer Bespoke-Anzug von Poole oder Huntsman ihr stilistisches Ende bedeuten. Umgekehrt wird der klassische Gentleman im neuesten Anzug der aktuellen Armani-Kollektion sicherlich nicht sein übliches Understatement ausstrahlen.

 

Die alten Einteilungen in englische, europäische und amerikanische Anzugschnitte haben inzwischen viel von ihrer Aussagekraft verloren. Die ursprünglich verschiedenen Grundmuster haben sich im Laufe der zeit ein wenig angeglichen. Wichtiger ist der Unterschied zwischen klassischen und modernen Schnitten. Und da zumindest die modernen Schnitte sich ständig ändern, ist diese Unterscheidung manchmal gar nicht so einfach zu treffen.

 

Moderne Anzugschnitte sind meist vergleichsweise körpernah. Jedenfalls heute. Das sah vor einigen Jahren noch ganz anders aus. Alles in allem kann man sagen, dass die Anzugschnitte, die eher modern gedacht sind, etwas extremer sind als eher klassische Designs. Ungewöhnliche Reversformen, Satinstreifen, farbig abgesetzte Linien, all solche Details werden Sie nie an einem klassischen Anzug finden.

 

Auch solche beliebten Schnittvarianten wie taillierte Jacketts, die fast so aussehen, als wären sie eine Spur zu eng, sind eher nicht das, was Sie als besonders konservativ auszeichnet. Zudem lässt sich derzeit ein Trend beobachten zu Jacketts, die weniger steif und etwas weicher geschnitten sind. Oft kann man zu so einem Anzug auch die Krawatte weglassen, wenn man das richtige Hemd wählt. Oder man wählt eine angesagte schmale Krawatte in schwarz oder petrol – aber mit klassischer Umschlagmanschette und Manschettenknöpfen, gerne in trendigen Farben.

 

Klassische Anzüge haben ihren Schnitt im Großen und ganzen in den letzten hundert Jahren nicht viel verändert. Die Hose hat Bundfalten, das Jackett sitzt eine ganze Ecke weiter, als wir es von modernen Anzügen gewohnt sind – in Deutschland sogar noch etwas weiter als im Rest Europas.

In der Taille sind diese Anzüge meist etwas tailliert, in den Schultern nur wenig gepolstert. Das Revers ist von der Breite her zurückhaltend. Der Anzug weist keine großen Details auf – keine Absetzungen, Glanzlichter oder Taschenpatten. Dafür hat er immer jene Details, die bei den modernen Anzügen manchmal weggelassen werden: Knopfloch im Revers und Brusttasche.

Sein zeitloser Schnitt stellt sicher, dass Sie ihn auch in ein paar Jahren noch mit Würde tragen können.

 

Verbreiten Sie nun jugendlichen Schwung und Elan, sind um die Zwanzig und drahtig, obendrein in einer kreativen Branche tätig, und neigen zu etwas rebellischem Verhalten – Finger weg vom klassischen Anzug! Der gestandene Banker hingegen ist zumeist mit dem klassischen Modell besser bedient und wird sich in den neuesten Kreationen eher verkleidet vorkommen.

 

Es gibt natürlich noch eine dritte Kategorie von Anzügen. Sie sind nicht auf den ersten Blick zuzuordnen, aber zeitlos. Nichts, was irgendwie auf einen bestimmten Modegag hindeuten könnte.

Selbst wenn sie italienisch elegant wirken, haben sie dennoch einen klassischen Touch.

 

Die Rede ist von handgearbeiteten Anzügen. Da diese natürlich ein wenig teurer wirken, sind sie eher zurückhaltend, die Farben gedeckt, die Schnitte sind konservativ. Denn sie sollen ja im Idealfall in zehn Jahren auch immer noch tragbar sein. Traditionell sprechen diese Anzüge eher eine konservative Zielgruppe an. Britisches Understatement und italienische Sprezzatura, die Schnitte unterscheiden sich etwas, die Details kaum. Handumsäumte Knopflöcher, offene Ärmelknöpfe, handgestichelte Reverskanten – nur der Kenner erkennt sie auf den ersten Blick. Dem allerdings sagt sein Auge: hier kommt jemand, der Wert auf sein Äußeres legt.

 

Das schöne ist: so ein Anzug passt immer zu Ihnen. Denn ein guter Maßschneider wird all die kleinen Details nicht nur auf ihre Körpergröße, sondern auch auf ihren Stil abstimmen. Dazu noch die richtige Krawatte, ein elegantes Einstecktuch (die richtige Faltung macht die Sache noch interessanter) – und schon kann Ihnen stilistisch keiner mehr das Wasser reichen.










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