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erstellt von: krawatten, am 22.01.2011 01:29 , Clicks: 20142

Der Mann und die Reinigung

Nicht jede Kleidung lässt sich waschen


Es gab Zeiten, da wusste man, dass man endgültig im Geschäftsleben angekommen war, wenn man die Angestellten in der chemischen Reinigung mit Vornamen kannte. In vielen Berufszweigen hat sich daran nicht viel geändert. Denn immer dann, wenn der Dresscode einen Anzug verlangt, sind die Grenzen der heimischen Waschmaschine schnell erreicht. Zwar gibt es inzwischen auch Anzüge, die man theoretisch in die Waschmaschine werfen könnte. Sie aber hinterher wieder in Form zu bekommen, ist eine Herausforderung. Und bevor Sie einen Anzug nass durch die Stadt transportieren, um ihn professionell bügeln zu lassen, können Sie die Reinigung auch gleich den Fachleuten überlassen.

Die meisten Anzuggewebe sind ohnehin nicht ohne weiteres waschbar. Der beliebteste Stoff für Businessanzüge ist nach wie vor Schurwolle. Und so sucht man dann doch den Ort auf, wo noch so schweren Flecken der Garaus gemacht wird: die Reinigung. Dort wird die Kleidung zumeist mit Chemikalien wie Perchlorethylen oder Schwerbenzinen behandelt. Da die meisten hartnäckigen Flecken eher fettiger als wässriger Natur sind, werden sie dadurch hervorragend gelöst, und da die Reinigung ohne Wasser stattfindet, quellen die Fasern nicht auf.

Für manche Kleidungsstücke haben die Reinigungen inzwischen ein Verfahren der schonenden Nassreinigung mit klassischer Seifenlauge entwickelt. Bei Textilien, die es vertragen, ist diese Methode zumeist schonender als die klassische Chemiebehandlung.

Zudem bekommen Sie ihre Kleidung zumeist gebügelt und gegebenenfalls in Form gepresst zurück. Natürlich hat diese Dienstleistung ihren Preis, aber es lohnt sich, soweit Sie nicht wirklich sicher sind, ob Sie Ihr Kleidungsstück zu Hause ebenso gut hinbekommen würden.

Natürlich ist auch diese Art der Kleidungspflege nicht ohne Risiko. Denn die Chemikalien greifen die Fasern an und lassen sie brüchig werden. Gerade deshalb sollten Sie immer zunächst die Frage stellen, ob der betreffende Anzug überhaupt gereinigt werden muss. Als Faustregel, wie oft ein Anzug gereinigt werden sollte, kann gelten: das gute Stück muss dann in die Reinigung, wenn sich das Problem mit Lüften, Ausbürsten oder einem feuchten Lappen nicht mehr lösen lässt.

Unterschätzen Sie dabei nie die Wirkung des Lüftens. Ein Tag auf dem Balkon kann ein Jungbrunnen für einen Anzug sein. Finger weg von Textilerfrischer oder Geruchskiller in Sprayform – er hinterlässt hässlichere Flecken, als ein Reinigungsdurchgang das jemals könnte.



Wichtig ist natürlich, die richtige Reinigung zu finden. Große Ketten bieten nicht immer den besten Service und oft nicht einmal die besten Preise. Dafür sind sie meistens vergleichsweise kulant, wenn es zu Beschädigungen von Kleidung kommt. Denn natürlich können auch die besten Wasch-Profis Probleme nie ganz ausschließen, vor allem, wenn es die Hersteller bei den eingenähten Pflegeetiketten nicht ganz so genau nehmen. Leider ist die Haftung meist beschränkt, im Normalfall auf etwa das 15-fache des Reinigungspreises. Dieser Wert stammt noch aus alten Zeiten: bereits um 1900 waren die Reinigungen eine der ersten Branchen, die sich einheitliche Geschäftsbedingungen gaben und darin unter anderem auch die Haftungsobergrenze festlegten.

Manche Reinigungen bieten dazu eine Versicherung für besonders teure Kleidungsstücke an. Beim einfachen Oberhemd wäre das meist ein wenig zu viel des Guten, beim Maß-Frack lohnt es sich definitiv.

Manchmal kann sich aber auch lohnen, die Reinigung für weniger spektakuläre Kleidungsstücke zu bemühen. Sicher, ein Oberhemd ist schnell gebügelt. Es professionell bügeln zu lassen, kostet aber auch nicht viel. Vielleicht ist es Ihnen das ja wert, wenn Sie nicht stundenlang am Bügelbrett stehen wollen.

Wenig weiterhelfen können Ihnen die Profis allerdings oft bei unscheinbareren Accessoires wie Einstecktüchern. Sie sind einfach zu klein, was eigentlich kein Problem wäre, aber sie neigen dazu, verloren zu gehen. Vollkommen kompliziert wird die Lage bei Krawatten. Versuchen Sie nie, eine Krawatte in die Reinigung zu geben, es sei denn, es handelt sich um eine Reinigung, die sich damit auskennt. Die Reinigung einer Krawatte erfordert Fachwissen und ziemlich viel Arbeit. Man muss den Oberstoff separat reinigen und die Krawatte anschließend wieder vernähen. Dieser Aufwand lohnt sich nur manchmal.

Wichtig ist natürlich, dass Sie mit der Dienstleistung Reinigung umgehen können. Hat Ihre Kleidung deutliche Flecken, weisen Sie im Vorfeld darauf hin, damit diese gezielt behandelt werden können. Lassen Sie sich gegebenenfalls quittieren, was Sie dort abgegeben haben.

Geben Sie hochwertige Hemden mit herausnehmbaren Kragenstäbchen dort ab, nehmen Sie diese vorher heraus. Vorsicht bei losen Knöpfen, Aufnähern oder ähnlichem. Sie neigen dazu, abzufallen.


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