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erstellt von: krawatten, am 03.12.2010 13:22 , Clicks: 6373

Gekonnter Muster-Mix (Stoffmuster)

Streif(en)zug durch die Welt der Stoffmuster

Es gibt Männer, die halten sich strikt an jede Kleidungsregel. Sie suchen die schlichte Eleganz ohne jede Übertreibung. Sie tragen nur perfekt monochrome Hemden zum einfarbigen Einstecktuch und der einfarbigen Krawatte ? und wundern sich dann, wenn sie etwas einfarbig wirken.

Zweifelsfrei, und der aktuelle Pure-Look ist ein Beispiel dafür, hat auch diese Art, sich zu kleiden, etwas für sich. Wer aber den Weg von der Mode zum Stil noch einen Schritt weiter gehen möchte, sollte riskieren, den sicheren Grund zu verlassen und ein paar Muster seiner Garderobe hinzuzufügen. Sieht man sich klassische Stilikonen wie den 1972 verstorbenen Duke of Windsor oder den Großmeister der tänzerischen Unterhaltung, Fred Astair, an, so fällt auf, dass gerade in jenen Outfits, in denen sie am urbansten und weltläufigsten aussahen, Muster eine große Rolle spielten. Wenn Farbe die Grundlage eines guten Kleidungsstils ist, so sind Muster die Königsklasse der klassischen Herrenmode.

Wer die richtigen Farben für seinen Typ gefunden hat, kann sich in der klassischen Herrenmode sehr gut behaupten. Wer Mut zum Muster beweist, ist noch ein wenig mehr ?sophisticated?, wie der Engländer sagt. Er zeigt, dass er seinen Geschmack so weit verfeinert hat, dass er sich auf ihn verlassen kann.

Viele Kleidungs- und Stilratgeber raten davon ab, Muster in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander zu tragen. So solle man eine gemusterte Krawatte nur mit einem einfarbigen Hemd und am besten auch nur einem ungemusterten Jackett kombinieren. Das stimmt nur teilweise. Allerdings sollte man sonst wissen was man tut. Es gibt ein paar simple Regeln, mit denen sich die meisten Ausrutscher vermeiden lassen.

1. Gleiche Muster

Grundregel Nummer 1 für das Kombinieren von Mustern ist nur, keine sehr ähnlichen Muster in gleicher Größe miteinander zu kombinieren. Hat zum Beispiel die Krawatte breite Streifen, so ist ein schmal gestreiftes Hemd dazu kein Problem. Ein breit gestreiftes schon, denn die allzu ähnlichen Muster lenken das Auge ab und führen zu Schwierigkeiten beim Hinsehen. Soll nun das Einstecktuch ebenfalls gestreift sein, orientiert es sich in Farbe und Musterbreite am besten grob in Richtung der Krawatte (ohne diese zu imitieren, identische Krawatten und Einstecktücher sind etwas für Stilmuffel). Selbst ein gestreifter Anzug ist kein Unding. Aber er sollte dann eine enorme Streifenbreite haben, um den anderen Mustern nicht ins Gehege zu kommen.
Keine Frage, dass es meist schon kühn genug ist, zwei oder maximal drei verschiedene Streifenmuster zu kombinieren.
Auch bei Karomustern gilt: sie sind kein Problem, wenn sie sich deutlich in der Größe unterscheiden.

2. Zwei Muster

Bei gleichen Mustern war es die Größe, die man brauchte, um die verschiedenen Teile des Ensembles zu unterscheiden. Bei zwei verschiedenen Mustern hingegen wird gerade dieses Prinzip eingesetzt, um Harmonie zwischen den beiden herzustellen. Dass die Farben sich nicht unbedingt beißen sollten, dürfte klar sein. Aber ein Hemd mit einem kleinen Muster beispielsweise verlangt nach einer gleich großen oder größeren Struktur bei der Krawatte. Mischen Sie ruhig Streifen mit Punkten, Karos mit Paisleys oder was Ihnen in den Sinn kommt. Sind sie unsicher, ob ein Muster passt, greifen Sie ruhig zu einem größeren.
Die große Ausnahme sind besonders kleine Muster. Kombinieren Sie niemals zwei kleine Muster miteinander, und mögen Sie auch noch so verschieden sein. Das Auge wird das Ensemble nur noch als Chaos wahrnehmen.

3. Drei Muster

Wir sind nun endgültig in der Königsklasse angekommen. Versuchen Sie diesen Mustermix nicht, wenn Sie sich nicht sehr sicher sind, dass Sie ihn erfolgreich anwenden können. Wieder ist die Größe Trumpf. Wählen Sie verschiedene Mustergrößen. Sie können auch zwei gleiche Muster mit einem anderen kombinieren und letzteres in der Farbe auf eines der beiden abstimmen. Zusätzlich ist hier aber auch der Farbkontrast sehr wichtig. Wählen Sie ein Hemd,das deutlich heller als die Krawatte ist, ein Einstecktuch, das mit dem Sakko kontrastiert. Sind Sie extrem mutig, können Sie auch zu gemusterten Manschettenknöpfen greifen. Aber beachten Sie stets die eine, die große, die elementare Grundregel stilvoller Herrenmode: Weniger ist mehr. Denn Sie wollen ja nicht wie ein Pfauenmännchen auf Brautschau wirken, sondern wie ein Gentleman.


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